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Inga Beinke

Lebenslauf

Inga Beinke studierte Politikwissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften und Political Economy in Halle (Saale) und Prag. Während ihres Studiums arbeitete sie als Hilfskraft am Institut für Politikwissenschaft, am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften, an der Graduate School Asia and Africa in World Reference Systems und am Internationalen Graduiertenkolleg Formenwandel der Bürgergesellschaft. Ihren Abschluss machte sie in Halle (Saale) mit einer Magisterarbeit zum Thema: Gerechtigkeit in der Migrationspolitik.

Dissertationsvorhaben

Christentum und Demokratie


Gegenwärtig wird in der
Öffentlichkeit und in intellektuellen Diskursen verstärkt die Rolle von religiösen Gemeinschaften für eine funktionierende Zivilgesellschaft, mithin für eine stabile Demokratie diskutiert.
Das Fundament einer Demokratie liegt in einer demokratischen politischen Kultur und ethischen Bürgergesinnung. In der Zivilgesellschaft wird es entwickelt, reproduziert und verwirklicht. Christliche und nichtchristliche Glaubensgemeinschaften gelten als ein wichtiger Akteur innerhalb dieser Handlungssphäre. Ihr großes Engagement u.a. im Sozialbereich, dass in Deutschland z.T. mit Sonderrechten und Transferleistungen durch den Staat unterstützt bzw. initiiert wird, ist oft verbunden mit der Bewertung der Akteure selbst, als „friedensfördernde Elemente einer vitalen Zivilgesellschaft“ (Arani 2005: 58). Der weltanschaulich-religiös neutrale Staat, der Religionsfreiheit und diese Form des Engagements erst ermöglicht, muss die gleiche Freiheit allen garantieren und gleichzeitig davon ausgehen können, dass gläubige Bürger und Bürgerinnen sich nicht in „den integralen Lebenswelten ihrer Religionsgemeinschaften verschanzen“ (Habermas 2008: 39). Mit der „Rückkehr der Religion“ oder/und der Einwanderung der fremden Religion verschärft und verändert sich diese Problematik. Vermehrt treten neue christliche Akteure auf, die ihre Verantwortung ebenfalls im sozialen Bereich sehen, ohne eine wirkliche Autonomie des Politischen zu akzeptieren.

Im Zentrum dieses Promotionsvorhabens stehen neue christliche Akteure, die sich in der Gestaltung von Gemeinwesen engagieren. Ziel dieser Arbeit ist es, aus demokratietheoretischer Perspektive zu untersuchen, auf welche Weise und mit welchen Mitteln dieses Engagement stattfindet, welches Ziel verfolgt wird und wie sich für die Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaften das Spannungsfeld:
religiöse versus staatsbürgerliche Loyalität gestaltet. Das Projekt bewegt sich dabei zwischen struktur- und akteurszentrierter Analyse.


Arani
, Aliyeh (2005): Zivilgesellschaft und Zivilreligion oder: Auch die Religion ist in der Moderne angekommen. In: Hennigsen, Bernd (Hg.): Politik, Religion und Gemeinschaft. Die kulturelle Konstruktion von Sinn. Baden-Baden, S. 57-98.


Habermas
, Jürgen (2008). Die Dialektik der Säkularisierung. Blätter für deutsche und internationale Politik 4/2008, S. 33-46.

Publikationen

2008: Identität – Konstruktion und soziale Tatsache, in: OST-WEST. Europäische Perspektiven, Heft 2, S. 83-92.

2006: zusammen mit Charlton, Michael; Viehoff, Reinhold – Der Leser als Subjekt des Verstehens, in: Norbert Groeben; Bettina Hurrelmann. Empirische Unterrichtsforschung in der Literatur- und Lesedidaktik. Weinheim. S. 73-94.

2003: Top-Touristen gesucht, in: Wirtschaftsmagazin Plus.

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