Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Studienprogramm

Die Umsetzung des Studienprogramms erfolgt in zwei Dimensionen.

  • An den Universitäten Halle und Tôkyô werden für die jeweiligen Graduierten Veranstaltungen angeboten;
  • gemeinsame Veranstaltungen führen beide Graduiertengruppen zusammen. Diese Veranstaltungen werden jährlich wechselnd in Tôkyô und in Halle durchgeführt.

Die lokalen Programme umfassen an beiden Universitäten einen Zyklus von drei Jahren; in Halle werden dabei insgesamt in einem Dreijahreszyklus 24 SWS angeboten. Hierzu zählen erstens interdisziplinäre Oberseminare. Sie haben die Funktion, thematische und methodische Problemstellungen der einzelnen Forschungsteilbereiche exemplarisch zu behandeln. Das zweite Element des Studienprogramms sind Forschungskolloquien. Sie bieten den Kollegiat(inn)en die Möglichkeit, über den Fortgang ihrer Arbeit zu berichten und auftretende Probleme mit den Lehrenden und Kollegiat(inn)en interdisziplinär zu diskutieren.


Hinzu kommen ergänzende kollegsspezifische Angebote. Deutschen Kollegiat(inn)en, die über keine japanischen Sprachkenntnisse verfügen, wird fakultativ die Gelegenheit geboten, Grundlagenkenntnisse der japanischen Sprache zu erwerben. Als zusätzliches Angebot wird den Kollegiat(inn)en die Möglichkeit gegeben, Kurse zur europäischen und japanischen Geschichte zu besuchen. Sie haben das Ziel, Kollegiat(inn)en ohne einschlägige Japan-Vorbildung Kenntnisse der Geschichte Japans sowie des politischen Systems und der kulturellen Grundlagen der japanischen Gesellschaft zu vermitteln bzw. den Japanolog(inn)en Grundkenntnisse der deutschen Geschichte und politische und kulturelle Grundlagen der deutschen Entwicklung zu vermitteln.

Zusätzlich werden als binationale Programmelemente jährlich mehrtägige Workshops  bzw. Akademien im Wechsel in Halle oder Tôkyô durchgeführt, die beide Kollegiat(inn)engruppen zusammenführen und einen fortlaufenden Austausch über den Forschungsfortschritt ermöglichen sollen. Eine Integration in die nationale und internationale Forschergemeinschaft wird durch die Einladung von Gastwissenschaftler(inne)n aus den europäischen bzw. asiatischen Nachbarländern angestrebt. Im Anschluss an die Teilnahme an den gemeinsamen Programmelementen können die Graduierten die Aufenthalte für eigene Recherchen im Gastland verlängern bzw. ggf. einen bis zu 6 Monate währenden Arbeitsaufenthalt  vorsehen.
Im Studienprogramm werden folgende Ziele verfolgt:
• Systematische Überprüfung europäischer Theoriekonzepte an einem außereuropäischen Fallbeispiel. Hier geht es vor allem um die Sensibilisierung für eurozentristische Perspektiven nicht nur in Deutschland, sondern auch in Japan;
• Schärfung konzeptioneller Reflexion, um die beiden Forschungskulturen mit ihren je besonderen Frageinteressen und Kategorienbeständen in Bezug auf das gemeinsame Thema produktiv zusammenführen zu können.


Als gemeinsame Unterrichtssprache ist Deutsch vereinbart worden. Dennoch wird Englisch als zweite Verkehrssprache vorausgesetzt.

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