Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Forschungsthemen


Sozialwissenschaftliche Statistik des deutschen Stiftungswesens (1999/2007)

Ziel der statistischen Stiftungsbeforschung war es, die deutschen Stif­tungen als soziale und wirtschaftliche Phänomene zu analysieren und damit zu einer Verwissenschaftlichung der Diskussion über Gegenwart, Grenzen und Potenziale des Stfitungswesens beizutragen. Grundlage war eine Stiftungsdatenbank mit bis zu 400 Angaben pro Datensatz zu zuletzt 13.000 deutschen Stiftungen. Gesamtanalysen habe ich 2001 und 2007 (im Druck) vorgelegt, daneben kontinuierlich Auswertungen zu Einzelaspekten durchgeführt. Diese konnten durch wissen-schaftliche, publizistische oder politische Nachfrage veranlasst sein.


Organisationsentwicklung von Verbänden und Bürgerschaftliches Engagement (2006/2007)

Ausgehend von der Beobachtung einer zunehmenden Ökonomisierung gemeinnütziger Verbände ging es um die Frage, welche Folgen dieser Prozess für den Status des Bürgerschaftlichen Engagements in sol­chen Verbänden hat bzw. welche Impulse vom Bürgerschaftlichen Engagement für eine alternative Verbandsentwicklung ausgehen kön­nen. Veranlasst war diese Arbeit durch das Bundesnetzwerk zur För­derung des Bürgerschaftlichen Engagements und durch die Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.


Philanthropie, Bürgerschaftliches Engagement und Kulturbereich (1999/2006)

Die Analyse von Realitäten und Potenzialen bürgerschaftlichen und mäzenatischen Engagements im Kulturbereich stellte ein Dauerfor­schungsthema beim Maecenata Institut dar, das durch eine Vielzahl von Anfragen, Veranstaltungen, Publikationsprojekten und Gutachten von 1998 bis zum Gutachten 2006 für Enquete-Kommission Kultur des Deutschen Bundestages permanent angeregt wurde.


Gemeinnützige Aktiengesellschaft (2003/2006)

Die gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG) ist ein von der Anzahl her winziges, aber seit 150 Jahren existierendes und wachsendes Seg­ment des gemeinnützigen Sektors, zu dem ich die erste sozialwissen­schaftliche Arbeit in Deutschland vorgelegt habe. Als AGs, die keine Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten dürfen, handelt es sich um paradoxe Gebilde. Gerade deshalb sind sie geeignete Studienobjekte, um organisationale Unterschiede zwischen Profit- und Nonprofit-Sektor zu bestimmen. Anlass des Forschungsprojekts war die Nachfrage einer sich konstituierenden Bürgerstiftung, ob nicht eine gAG eine alternative Rechtsform für die Verwirklichung ihres Anliegens sei.


Stakeholder und Nonprofit-Organisationen (2005)

Das Management von Nonprofit-Organisationen hat teilweise auf an­dere Herausforderungen zu reagieren, als dasjenige in Profitbetrieben. Am Beispiel des Stiftungswesens bin ich der Frage nachgegangen, wie das Nonprofit-Management der Innen- und der Außenbeziehungen zusammenhängen: Als wert- und traditionsgebundene Einrichtungen stellt sich den NPO eine spezifische Kohärenzproblematik, die mit dem Instrumentarium des strategischen Managements sachgerecht diskutiert werden kann. Veranlasst war dieses Projekt durch die Mitarbeit an einem Handbuch für ein modernes Stiftungswesen.


Stiftungswesen in Frankreich (2004/2005)

Thema war die Analyse der politischen Diskurse und Ziele bei der Reform des Stiftungs- und Spendenrechts in Frankreich. Dabei ging es im Vergleich zu Deutschland auch darum zu verstehen, warum sich in Frankreich trotz günstiger steuerlicher Rahmenbedingungen kein Stiftungsboom wie in Deutschland einstellen will. Veranlasst war diese Arbeit durch eigenes Interesse an den Entwicklungen in Frankreich.


Corporate Citizenship und Zivilgesellschaft (2003/2005)

Die Rede von der Rolle von Wirtschaftsunternehmen als Akteure in der Gesellschaft ändert sich. Ein zentrales Stichwort dabei ist die aus den USA übernommene Begrifflichkeit des Corporate Citizenship (CC). In welchem Verhältnis stehen CC und unternehmerisches Mäzenatentum zueinander? Welche neuen Potenziale und Herausforderungen sind mit CC verbunden? Lassen sich Mindestkriterien festlegen, mit denen man CC als Unternehmensstrategie von bloßem Wortgeklingel unter­scheiden kann? Veranlasst wurde die Bearbeitung dieser Thematik durch die Mitwirkung in der Projektgruppe CC des Bundesnetzwerkes zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements.


Verwaltungskosten von Nonprofit-Organisationen (2002/2005)

Verwaltungskosten sind für viele Nonprofit-Organisationen ein brisan­tes Thema, weil in NPO, aber noch mehr in der allgemeinen Öffentlich­keit ein adäquates Verständnis für die Vorzüge und die notwendigen Kosten für eine gute und effiziente Verwaltung fehlen. Gute Verwaltung wird nicht beworben. Insbesondere Geld sammelnde Einrichtungen rechnen ihre Verwaltungskosten in der Öffentlichkeit schön. Verwal­tungskosten gelten leicht als Verschwendungskosten. In einer Analyse von empirischem Material (z.B. Wirtschaftsprüfungsberichte) wurde der vielschichtige Umgang von NPO mit dem Thema analysiert. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Kostendarstellung nach den Erwartun­gen richtet, die dem hauptsächlichen Geldgeber unterstellt werden, während steuerrechtliche Regulierungen keine Wirkung zeigen. Veranlasst war die Studie durch die Frage einer Stiftung, was eine gut gemachte und gut verwaltete Stiftung kosten dürfe.


Fundraising und Stiftungswesen (1999/2006)

Dieses Thema gehörte zu einer Dauerforschungsfrage, die durch per­manente Nachfrage von außen an das Maecenata Institut verursacht wurde. Hintergrund ist die beim Institut geführte Stiftungsdatenbank, die ein wichtiges Arbeitsinstrument für viele Fundraiser in Deutschland ist. Daran anschließend wurde immer wieder die Frage gestellt, was man insbesondere gegenüber Stiftungen zu beachten habe und wel­che Stiftungen für welche Projekte überhaupt in Frage kommen. Die­ses Dauerthema hat seinen Niederschlag in vielen Vorträgen und Publikationen gefunden.


Visions and Roles of Foundations in Europe (2003/2004)

In diesem internationalen Forschungsprojekt, koordiniert von der Lon­don School of Economics (Prof. Helmut Anheier), wurde am Maece­nata Institut der Deutschlandteil bearbeitet. Ziel war es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im europäischen Stiftungswesen zu ermitteln.


Geldwirtschaft und Nonprofit-Organisationen (2001/2003)

Hierbei arbeitete ich in einem international und interdisziplinär besetzten Projekt mit, bei dem es um die Analyse des Verhältnisses von Finanzmärkten und Nachhaltigkeit ging. Ausgangspunkt war die Tatsache, dass die Dimensionen Geldwirtschaft und Finanzmärkte beim Meadows-Bericht an den Club of Rome noch keine Rolle gespielt hatten, sich aber dieses Fehlen mittlerweile als ernstes Manko zeigt. Im Prognoseteil wurde mit dem Instrument des Szenario-Managements gearbeitet. Meine Aufgabe war die Analyse des Verhältnisses von Geldwirtschaft und Zivilgesellschaft. Veranlasst wurde die Studie durch die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste.


Unterstützung von Fundraisingaktivitäten von Umweltschutzorganisationen (2002/2003)

Gegenstand des Projektes war die Frage, ob und wie staatliche Ein­richtungen die Finanzierungslage von Umweltschutzorganisationen nach dem Leitprinzip „Gib dem Fischer nicht Fische, sondern ein Netz zum Fischen“ stützen können. Mit welchen Maßnahmen kann man also die Geldsammelkompetenz von Umweltorganisationen stärken? Anlass war ein Gutachtenauftrag des Bundesministeriums für Umwelt, das nach einer effizienten Förderstrategie suchte.


Politische Funktionen von Raumbegriffen, Raummetaphern und geographischen Karten (1990/1998)

In Promotion und in anschließenden Forschungen in Frankreich ging ich der Frage nach, welche politische Funktionen Diskurse über den Raum, räumliche Begriffe und geographische Karten seit der Aufklä­rung entfalten. Thematisiert habe ich dies im Rahmen meiner Promo­tion anhand der früheren Geopolitik bis 1945,  unter Einbeziehung un­terschiedlicher geopolitischer Diskurse in der Gegenwart. Einen weite­ren Gegenstand stellten später die Diskurse im Kontext der deutschen Wiedervereinigung dar sowie eine Analyse von Karten, wie sie seit 140 Jahren im Geschichtsunterricht eingesetzt werden.Gefördert wurde meine Arbeit durch die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und durch die Europäische Union.

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